head 1.2; access; symbols; locks; strict; comment @% @; 1.2 date 2002.03.19.11.54.35; author ingo; state Exp; branches; next 1.1; 1.1 date 2002.03.16.13.56.50; author ingo; state Exp; branches; next ; desc @@ 1.2 log @oeu @ text @\documentclass{article} \begin{document} \section{Zukunft} Wie sieht es mit der Zukunft von Freier Software aus? Wird sie "uberleben, wird sie die Welt revolutionieren oder wird sie einfach nur ein Nieschendarsein fristen? Als erstes w"are anzumerken das Freie Software kein Werbe-Gag oder "ahnliches einer Grossen Firma ist, der verschwindet sobald selbige keine Zeit mehr daf"ur hat. Freie Software ist im wesentlichen 'Community driven', das hei"st Leute schreiben die Software die sie sp"ater auch tats"achlich benutzen wollen, verwalten sie selbst und verteilen sie selbst. Es gibt zwar auch gr"ossere Firmen die Freie Software unterst"utzen, allerdings leisten diese nur einen kleinen Beitrag, der gr"osste Anteil kommt aus der Community. Da Freie Software nicht zentral verwaltet oder erstellt wird, kann sie auch nicht ein einem Punkt angeriffen werden. Sie ist also gegen singul"are Ereignisse relative Immun, wenn ein Entwickler ausf"allt findet sich meist in kurzer Zeit ein neuer. Da Freie Software dem Nutzer die Freiheit gibt sie zu ver"andern, zu modifizieren und zu verteilen besteht auch keine Abh"angigkeit zwischen Kunde und Produzent. Wenn dem Kunden etwas nicht gef"allt was der Produzent der Software macht, steht es dem Kunden frei die Software zu nehmen und jemanden anders f"ur die weiterentwicklung zu bezahlen. Freie Software kann also weder aufgekauft werden, noch kann die Freiheit die sie bietet nachtr"aglich genommen werden. Software die einmal Frei war, bleibt f"ur immer Frei. Gibt es denoch Gefahren f"ur Freie Software? Die gibt es in der Tat, das sind in der Regel Gesetzes"anderungen oder "ahnliches die nicht nur einen oder ein paar dutzent Entwickler betreffen, sondern gleich einen Grossteil. Da Freie Software zwar auch international eingesetzt und entwickelt wird, ist auch diese Gefahr ged"ampft, da sich h"aufig ein Land mit anderen Gesetzen finden lassen w"urde, doch die Gef"ahr ist immernoch sehr gross, da die Behinderung enorm w"aren. Als Beispiel sei hier der DMCA\footnote{FIXME} der USA angesprochen, der es verbietet Kopierschutzmassnahmen und "ahnliches zu umgehen. Das schlie"st nun aber leider auch zum Beispiel die Verschl"usselung von DVD's ein, die im wesentlichen kein Kopierschutz ist, sondern daf"ur sorgt das die DVD nur auf lizensierten Playern die den Region Code und "ahnliches beachten abgespielt werden kann. So ist es mit Freier Software nicht m"oglich eine DVDs anzuschauen, da die entschl"usselungs Software die daf"ur ben"otigt wird, DeCSS, unter den DMCA f"allt und damit verboten ist. Eine "ahnliche wenn auch deutlich gr"ossere Gefahr stellen Software Patente dar. Das Problem an Software Patenten ist das sie nicht nur eine konkrete Implementation sch"utzen wie das durch das Urheberrecht gegeben ist, sondern Patente 'sch"utzen' eine generelle 'Idee', also eine bestimmte Vorgehensweise ein Problem zu l"osen. Und nicht nur das durch Software Patente k"onnten auch Dateiformate und "ahnliches 'gesch"utzt' werden. Es w"urde also f"ur Freie Software unm"oglich werden, zumindestens in den L"andern in denen es Software Patente gibt, Software zu produzieren die kompatibel zu einer proprit"aren Software ist, die durch Software Patente gesch"utzt ist. \subsection{Informationsgesellschaft} Im Hinblick auf die so oft postulierte Informationsgesellschaft bliebe es noch an der Reihe die Rolle der Freien Software hier zu betrachten. Digitale Information ist letztendlich nur eine bestimmte Reihenfolge von Bits, sie l"asst sich verlustfrei kopieren, verteilen und betrachten ohne das man dabei irgendwie eingeschr"ankt ist. Ob man eine Kopier einer Information macht oder tausende macht keinen grossen Unterschied, ganz im Gegensatz zu herk"ommlichen Materiellen Dingen, wie einem Hammer oder einem Buch\footnote{Letztendlich enth"alt ein Buch nat"urlich auch nur Informationen, aber es gibt keine direkte M"oglichkeit diese Information einfach auszulesen oder zu vervielf"altigen}. Das Problem das dabei nun zweifellos Auftritt ist das die Information an sich erstmal Frei ist, was nat"urlich ganz gegen das Interesse des Produzenten dieser Information ist, dieser will selbige kontrollieren k"onnen um letztendlich dadurch Geld zu verdienen. Allerdings kann der Produzenten erstmal auch nichts grossartiges dagegen unternehmen. Stattdessen m"ussen Copyright und Patente, die Urspr"unglich gar nicht daf"ur Gedacht waren, nun daf"ur herhalten die Freie Information zu b"andigen und deren verteilen zu Illegalisieren. Freie Software ist letztendlich nur der Versuch durch Lizensen wie die GNU GPL diese Urfreiheit von Information auch Rechtlich zu festigen, ziehlt also genau in die andere Richtung. Wie wird sich das alles in Zukunft entwickeln? Und k"onnen Copyright und Patente einen Schutz gegen 'Missbrauch' von Informationen darstellen? Kurz gesagt, nein. Information ist Frei und wenn ich eine Information anschauen kann, dann kann ich sie auch kopieren und wenn n"otig digitalisieren und wenn sie erstmal digitalisiert ist, kann man deren verbreitung nur noch schwer kontrollieren. Besonders mit dem aufkommen von Peer2Peer Netzwerken wie Napster und Gnutella zeigt sich auch das die Kunstschaft f"ur 'Information' recht gross ist, bzw. das auch diejenigen die Informationen zur verf"ugung stellen recht gross ist. Durch Copyright kann man dem ganzen allerdings noch vergleichweise einfach ein Ende machen, zumindestens dann wenn ein paar Gesetzte zum schutz der Privatssp"ahre gelockert werden. Den aktuelle Peer2Peer Netzwerke sind nicht anonym, das heisst sp"atestens der Internet Provider kann anhand der IP rausbekommen wer welche Inhalte runterl"adt oder verteilt. Wenn als also den 'Produzenten' durch entsprechende Gesetze ein Einblick auf die Daten der Provider gegeben w"urde w"are es mit den heutigen Peer2Peer schnell zu ende. Allerdings ist die n"achste Generation von Peer2Peer Netzwerken schon in arbeit, diese l"auft dann verschl"usselt und gr"osstenteils Anonymisiert ab. Peek A Booty\footnote{http://www.peek-a-booty.org/} und Freenet\footnote{http://freenetproject.org} sind hier wohl die bekanntestens. Mit solchen anonymisierten Netzwerken besteht dann selbst mit Einblick in die Provider Daten praktisch keine M"oglichkeit mehr rauszufinden wer welche Inhalte zur verf"ugung oder runterl"adt stellt. Man k"onnte soetwas letztendlich nur noch durch die Illegalisierung von verschl"usselung aushebeln und dann entsprechend pr"aventiv Bestrafung machen wenn verschl"usselung benutzt wird. Der schon erw"ahnte DMCA geht schon in etwa in diese Richtung. Sachen wie ein zwangs Digital Rights Management (DRM) k"onnten ebenfalls gegen den Freien Informations austausch vorgehen, wobei etwas wie DRM nur funktionieren kann wenn es in \emph{jedes} Ger"at das bei der Daten"ubertragung eine Rolle spielt eingebaut ist. Das heisst also das soetwas nicht funktionieren wird, da man dazu erstmal "uberall neue Hardware br"auchte und vorallem daf"ur sorgen m"usste das nur noch DRM-f"ahige Hardware auf den Markt kommt, ohne Gesetzes"anderung nicht m"oglich sein wird. Ausserdem w"urde eine solche praktisch zur Illegalisierung s"amtlicher heutiger Hard und Software f"uhren, was nicht sehr realitisch scheint. Letztendlich kann alle Verschl"usselung beim Copyright Schutz nur wenig helfen, den sp"atestens zu dem Zeitpunkt an dem der Kunde die Inforamtion betrachtet liegt sie unverschl"usselt vor und kann abgegriffen und kopiert werden. Letztendlich sind Informationsgeschellschaft und Urheberrecht also zwei Dinge die nicht so recht zusammen passen und in Zukunft wird sich das auch nicht "andern, da Information an sich Frei ist. Freie Software sorgt letztendlich zu einem Teil daf"ur das das auch so bleibt, den in Freier Software ist es praktisch unm"oglich Kopierschutz vorrichtungen oder "ahnliches unterzubringen, den sie liesse sich trivial aushebeln. \end{document} @ 1.1 log @Initial revision @ text @d15 16 a30 4 verteilen sie selbst. Da Freie Software nicht zentral verwaltet oder erstellt wird, kann sie auch nicht ein einem Punkt angeriffen werden. Sie ist also gegen singul"are Ereignisse relative Immun, wenn ein Entwickler ausf"allt findet sich meist in kurzer Zeit ein neuer. d41 94 a134 10 schlie"st nun aber leider auch die Verschl"usselung von DVD's ein, so das es mit Freier Software nicht m"oglich ist DVDs anzuschauen, da die entschl"usselungs Software, DeCSS, unter den DMCA f"allt und damit verboten ist. \subsection{} @