\documentclass{article}

\begin{document}
\section{Funktioniert Freie Software "uberall?}

Wenn man so Freie Software betrachtet und schaut was eine normale
GNU/Linux Distribution alles leisten kann, stellt sich die Frage ob
sich dieses funktionierende 'Konzept' auf alle Bereiche der Software
ausweiten laesst. Der Folgende Abschnitt wird mehrere Bereiche von
Software beleuchten und Prognosen aufstellen wie sich Freie Software
dort verhalten und entwickeln wird.

\subsection{Office, EMail und Co.}

F"ur den Ottonormal PC Benutzer ist zum arbeiten im wesentlichen eine
Textverarbeitung, eine Tabellenkalkulation, ein Internetbrowser und
das verschicken von EMails wichtig, zumindestens wenn man mal danach
geht was bei einem normalen PC so alles vorinstalliert ist. Wenn man
eine GNU/Linux Distribution heute betrachtet stellt man schnell fest
das die wesentlichen Bed"urfnisse schon recht gut abgedeckt sind. Es
gibt mit StarOffice eine komplette Office Suit, die zwar Closed-Source
ist, aber dessen Nachfolger Open Office unter der GNU GPL steht. Wenn
Open Office also in ein paar Monaten released wird steht eine Freie
Office Suit zur verf"ugung. Daneben gibt es noch LaTeX, KOffice,
Abiword und Gnumeric die ebenfalls die Office Bed"urfnisse des Nutzers
bedienen k"onnnen. Bei EMail sieht es prinzipiell "ahnlich aus, es
gibt divierse Freie EMail Clients, wie KMail, mutt und Evolution. Als
Internet Browser stehen mit Konqueror und Mozilla zwei Freie
Alternativen zu dem Microsoft Internet Explorer zur verf"ugung.

Im Heimbereich ist also die Basisversorgung durch Freie Software
gegeben, wenn auch manche der neueren Programme noch relative jung
sind. Probleme d"urften hier Teilweise aber noch Finanzverwaltungs
Software und "ahnliches sein, aber auch hier gibt es mit GnuCash eine
Freie Alternative.


\subsection{Server Software}

Im Gegensatz zu Office Software, bei der die Freie Software der
komerziellen noch ein klein bischen hinterherhinkt, ist das bei Web
Server Software, eher genau umgekehrt. Der Apache, der der weltweit
meist genutzte Webserver ist [FIXME: Netcraft], war schon immer Freie
Software. PHP, Zope und "ahnliche f"urs Web gemachte Scriptsprachen
sind ebenfalls Freie Software. "Ahnlich sieht es im Bereich von
Mail-Servern aus, mit Sendmail, Postfix und Exim steht hier
hinreichend viel und vor allem auch viel eingesetzte Freie Software
zur verf"ugung. Properit"are Software hinkt hier teilweise hinterher,
nicht zu letzt weil im Bereich des Internets Freie Software und Offene
Standards schon immer eine antreibende Kraft waren.

\subsection{High-End Software}

Mit High-End Software[FIXME: Bloeder Name], ist Software gemeint die
nicht f"ur den Privatkunden gemeint, ist sondern vor allem, bzw. nur,
im \emph{Business to Business} Bereich genutzt wird. Als Beispiel
w"aren hier 3D Software Tools wie Maya oder Lightwave3D anzuf"uhren
wie sie in diversen Film Produktionen genutzt werden. In diesem
Bereich hat Freie Software in der Regel kaum etwas zu bieten, da hier
schlichtweg nur geringer Bedarf beim Privatkunden herrscht solche
Software einzusetzten, bzw. f"ur einen einzigen Programmierer ist
solche Software kaum zu entwickeln. F"ur Firmen besteht ebensowenig
Anreichz solche Produkte als Open Source frei zu geben. Es ist als
nicht davon auszugehen, das sich daran in n"achster Zukunft etwas
"andern wird, letztendlich weil der Bedarf einfach nicht da ist.


\subsection{Spiele}

Spiele sind letztendlich ein weiter wichtiger Teil an Software die der
Ottonormal Benutzer gerne h"atte, im Gegensatz zu Office Software gibt
es hier bei Freier Software aber keine grossartigen alternativen zu
Proprit"aren Spielen. Woran liegt das? Im wesentlichen liegt es wohl
daran das Freie Software dort erfolgreich ist wo es um langlebige
Software geht, also Software die noch in zwei oder f"unf Jahren
n"utzlich ist. Bei Spielen ist das anders, Spiele sind im wesentlichen
\emph{Wegwerfprodukte}, das heisst in zwei Jahren interessiert sich
kaum noch einer f"ur ein Spiel von heute. Ausserdem stellt ein Spiel
eine Recht hohe Anforderung nicht nur an die Programmierer, sondern
auch an die K"unstler, den ein Spiel ist im wesentlichen nicht
programmiert sondern, besteht im wesentlichen aus Grafik, Sound und
Gameplay. Ein durchschnittliches Spiel hat etwa 250'000 Zeilen Code
und kann damit Problemlos mit den gr"osseren Freien Software Projekten
mithalten (Apache, Gimp und Co.).

Bei Spielen hat Freie Software desweiteren noch das Problem, das
Spiele in der Regel von geschlossenen Teams Entwickelt werden, was
auch n"otig ist um konsistens in das Spiel zu bringen. Da Freie
Software in der Regel verteilt ist, verkompliziert die Sache noch
zus"atzlich.

Desweiteren mangelt es im Bereich der Freien Software auch noch an
wichtigen Tools die f"ur die Entwicklung von Modernen 3D Spielen
n"otig sind, im wesentlichen sind das Tools zur Modelierung von 3D
Modellen. Hier k"onnte eventuell Blender, der jetzt nach dem Bankrott
von NaN[FIXME: footnote] eventuell Freie Software wird oder
PrettyPolyEdit[FIXME: footnote] eine Alternative werden.

Aber es besteht zumindestens in einigen Bereichen Hoffnung das Freie
Software eine Alternative werden kann. Als Beispiel w"aren hier die
Massiv Multiplayer Online RPG (kurz MMORPG) zu erw"ahnen, deren
Engwicklungsmodell scheint deutlich n"aher an Freier Software zu sein
als das bei erk"ommlichen Spielen der Fall ist. Vor allem sind MMORPGs
keine Wegwerfprodukte, bieten "uber einen l"angeren Zeitraum eine
immer gr"osserwerdene und erweiterbare Spielewelt. Das
WorldForge[FIXME: footnode] bietet solch eine Platform auf der sich
zuk"unftige MMORPGs etablieren k"onnten.

Ein weiterer Punkt wo Freie Software eine Rolle Spielen k"onnte, ist
nicht so sehr bei den Spielen selbst, sondern bei den
darunterliegenden Libraries und Engines. Engines und Libraries sind
letztendlich der Teil eines Spiel der nicht nach dem Release
weggeworfen wird, sondern eventuell in weiteren Spielen verwendet
werden kann. Hier k"onnten Freie Engines also in der Tat f"ur einige
Firmen zu einer alternative werden. Wobei allerdings auch eine Engine
in der Regel nicht viel l"anger als zwei Jahre h"alt, danach ist sie
veraltet und w"urde von der Hardware im Grunde "uberholt. Game
Libraries halten in der Regel aber noch ein gutes St"uck langer, da
sie weniger auf eine konkrete Hardware zugeschnitten sind. Als
Beispiele von Game SDKs w"aren hier
\emph{CrystalSpace}\footnote{http://crystal.sourceforge.net/},
\emph{ClanLib}\footnote{http://www.clanlib.org},
\emph{SDL}\footnote{http://www.libsdl.org} und
\emph{plib}\footnote{http://plib.sourceforge.net/} anzuf"uhren, die
auch Teilweise schon in komerziellen Produkten genutzt werden.

Eine weitere Thematik im Bereich der Spiele die eine Hoffnung f"ur
Freie Software sein k"onnte ist das Mod-Development. Damit bezeichnet
man Modifikationen zu fertigen Spielen. Zum Beispiel neue Waffen,
Models oder Levels f"ur einen Ego-Shooter, neue Flugzeugtypen f"ur
einen Flugsimulator oder "ahnliches. In den letztend Jahren hat sich
die Mod Szene enorm vergr"ossert und bei neueren Spielen wird
inzwischen auch sehr viel Wert darauf gelegt das sie relativ leicht zu
modifizieren sind. Die Mods werden dabei von kleinen freiwilligen
Teams zusammen gebastelt und kostenlos verteilt. Die Entwicklung
geschieht also in der Regel "ahnlich wie bei Freier Software ohne das
zwangl"aufig komerzielles Interesse dahinterstehen muss. [FIXME:
CounterStrike..] So gesehen heisst also der Mangel der im Augenblick
an Freien Spielen herrscht nicht zwangsl"aufig das es nie welche geben
wird, t"ats"achlich zeigt er eher das Freie Software in diesem Bereich
noch nicht besondersweit gekommen ist und sich n"otige Ver"anderungen
erst in den letztend Jahren ergeben haben, zB. Unterst"utzung f"ur
3D-Grafikkarten und "ahnliches, die Zwingende Voraussetzungen f"ur
Spiele sind. Es d"urften also vermutlich mit der Zeit auch ein paar
Freie Spiele zustande kommen, aber das h"angt wohl nicht zuletzt von
den Nutzerzahlen von GNU/Linux und "ahnlichen Systemen hab, den
Momentan benutzen die meisten potentiellen Spieleentwickler wohl noch
Windows.


\end{document}

